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aktualizováno: 2019-09-18

Das Piseker Land im 19. Jahrhundert

Die Exposition des Piseker Landes im 19. Jahrhundert huldigt dem Prachener Museum gleich mehreren bedeutsamen, regionalen Persönlichkeiten, die mit dem gegebenen Thema eng zusammenhängen.
Jede von ihnen ist jedoch völlig eigenartig. Die erste ist wohl der namhafteste, böhmische Bauer und weit bekannte Kraftprotz Jan Cimbura, Gebürtiger aus Semice bei Písek. Cimbura stellt sich als tatsächlich lebende Gestallt vor und erinnert so daran, dass er nicht nur eine Figur aus der Welt der literarischen Fiktion ist, die sich im gleichnamigen Roman Jindřich Šimon Baar erdacht hat.
Mit Cimbura hängt auch die zweite Persönlichkeit zusammen. Es ist der Maler Jan Hála, vermutlich der bekannteste Illustrator des erwähnten Romans. Und der Besucher sieht im projizierten Film, warum gerade seine Gemälde dem Leser so im Gedächtnis hängen geblieben sind. Hála unternahm vor der Fertigstellung der Illustration aus dem Leben von Jan Cimbura Ende der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts eine gründliche Erkundungen der Dörfer und Ortschaften in der Umgebung von Pisek. Die von ihm angefertigten Zeichnungen und Malereien dokumentieren dann seine Faszination durch das volkstümliche Milieu, vor allem aber halten sie ein Maximum an bislang überlieferten herkömmlichen Gebräuchen, Traditionen und Architektur fest.
Der Maler knüpfte somit als Vermächtnis an einen weiteren Maler, an Václav Šebela an, der von der in Prag im Jahre 1895 statt gefundenen „Ethnografischen tschechoslowakischen Ausstellung“ angeregt wurde, bereiste das Piseker Land und skizzierte, zeichnete, malte und hielt so auf eigenartige Weise die Form des Lebens auf dem Dorf zum Ende des 19. Jahrhunderts fest. Auch mit seinem Werk hat der Besucher die Möglichkeit sich bekannt zu machen. Und gerade von der mit Innenraumaquarellen der volkstümlichen Bauwerke  von Šebela geht die Form der im Mai 2010 eröffneten Exposition aus. Die stellt in vier Gemälden die Geburt eines Kindes, das Leben von Frau und Mann sowie den Scheidens des Menschen von der irdischen Welt dar. Das alles gehört in den Kulissen und Gegenständen in die Zeit des 19. Jahrhunderts. Die sind einerseits möglicherweise überraschend farbenfreudig und bunt, egal ob es sich nun um ein Bett, einen Schrank, eine Truhe oder eine spanische Wand mit Szenen von Heiligen handelt. Auf der anderen Seite spiegeln sie auch die Last der tagtäglichen Haus- und Feldarbeit wieder. Alle Exponate stammen aus eigenen, reichhaltigen Museumsdepositorien.      

 
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