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Zřizovatel: Jihočeský kraj
Krajský úřad
U Zimního stadionu 1952/2
37076, České Budějovice

počítadlo.abz.cz

aktualizováno: 2016-11-24

Das Prachiner Museum in Písek


Als das Komitee im Jahre 1996 während des Europarates das Museum Prácheň der Stadt Písek mit dem Ehrenpreis des „Europäischen Museums des Jahres“ ehrte, konstatierte die Mehrheit der tschechischen und ausländischen Besucher, dass so berechtigterweise geschehen ist.
Vorbildlich vorbereitete, modern entworfene Expositionen gewähren uns ein plastisches Bild der Region in Písek.

Den Besucher erwarten die Themen des Altertums und der slawischen Zeit, die Entstehung der Burg und der Stadt Písek. Die Geschichte der Region, Schutzgebiete, Bodenschätze, kulturelle Traditionen in der Region Písek, Gold in Pootaví, Fische und Fischerei (dies ist die einzige Exposition mit lebendigen Wesen im Museum). Ausschlieβlich befinden sich im Museum Räume für kurzzeitige Ausstellungen. Zu denen gehören hauptsächlich die Galerie im zweiten Stockwerk des Flügels über dem Fluss und der Kleine Ausstellungssaal im Erdgeschoss, für kleinere Ausstellungen wird der Flur entlang der Bücherei des Museums genutzt.

Das Museum in Písek entstand im Jahre 1884 im Zeitraum des Aufstieges der tschechischen Volksgesellschaft. Ursprünglich wurde es in unterschiedlichen Räumlichkeiten der Stadt platziert und nach dem Jahr 1902 nachdem die Armee das Objekt der ehemaligen Königsburg verlassen hatte, ist das Museum mit seinen Sammlungen hierhin gezogen. Zu der Zeit war Direktor des Museums Prof. August SedláÄ?ek, ein berühmter Historiker, Autor des monumentalen fünfzehnbändigen Werkes Burgen, Schlösser und Festungen des tschechischen Königreiches. Dieser leitete nicht nur das Museum sondern veranstaltete in dessen Rahmen ein Stadtarchiv aus welchem er später Fakten für seine Geschichten der tschechischen königlichen Kreisstadt nad Otavou gewonnen hatte.    

Anfangs nutzte das Museum nur den gotischen Burgsaal, die Kanzlei und sechs Räume. Mit der allmählichen Erweiterung erweiterte sich das Museum in der ehemaligen Burg und den Armeekasernen um weitere Zehner Räume, welche heutzutage für Expositionen, Ausstellungen, Depositaren aber auch als Hinterland für Fachkräfte und technisches Personal genutzt werden.   

Im Laufe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeitete im Museum neben August SedláÄ?ek eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten erdenklicher Fachrichtungen, welche durch ihr Interesse zur Entwicklung einiger Fachbereiche beigetragen hatten. Zu ihnen gehörten z.B. der Geologe und Mineraloge Prof. Agustin KrejÄ?í, ethnographische Mitarbeiter Emilie Fryšová und Regina Husová, Archivar František Lipš und der Archäologe Bedſich Dubský. Dies alles waren mehr oder weniger freiwillige Mitarbeiter. Erst am Ende der 50er Jahre bekam das Museum, welches mittlerweile die Funktion des Kreis- bzw. Regionalmuseums hatte, seinen ersten bezahlten Direktor und professionelle Mitarbeiter. Gerade durch ihre Ankunft seit den 60er Jahren wurde aus der ehemaligen romantischen Anlage eine richtige Institution, welche auf einer fachlichen Basis arbeitete und welche sich damit eine Ehrenposition unter den tschechischen Museen erkämpfte.        
 
Innerhalb einiger Jahre wurden zum Museum im Písek weitere Exposituren  angeschlossen: das Denkmal von Adolf Heyduk, Teil der erhaltenen Wohnung des Dichters aus dem Kreis der sog. Májovci, welche ein eingerichtete bürgerliche Wohnung aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts darstellt, das Denkmal der Stast Protivín in welchem die örtliche Historie dokumentiert ist und allmählich werden hier eine Dauerexposition der exotischen Natur und ein Beobachtungsturm in der Naturreservation ſezabinec in ſezabinecká túnÄ? erbaut, welcher hauptsächlich beim der durchlaufenden ornithologischen Erforschung angewendet wird.

Im Jahre 1984 feierte das Museum seine hundertjährige Existenz. Schon damals sah man es als erfolgreichstes Kreismuseum im Rahmen der südböhmischen Region an – in der Rangliste der Kreismuseen besetzte es stets die erste Stelle. Im November des bereits erwähnten Jahres wurde es jedoch für die nächsten 8 Jahre geschlossen und es begann eine aufwendige Generalrekonstruktion des ganzen Objektes. Es war notwendig die Expositionen zu entfernen, Depositare in Ersatzräume umzusiedeln, alle Arbeiter mussten sich innerhalb der Zeit der Rekonstruktion wesentlich einschränken aber das Ergebnis dieser Strapazen waren neue und moderne Arbeitszimmer, ausreichende Depositare, ein Aufzug, Besucherraum und vor allem die untraditionell erfassten Expositionen, welche bereits am Anfang dieses Aufsatzes erwähnt wurden.

Im Museum, welches seit dem Jahr 1990 den Namen Prácheſské trägt, arbeiten zurzeit ein Archäologe, Historiker des Mittelalters, Historiker der Neuzeit, Historiker der kulturellen Geschichte, Etnographe, Zoologe, Mineraloge, Konservator, Restaurator und eine Fotografin. Neben der Aufgabe des Sammelfonds, welcher mehr als hundert tausend Beträge hat, führen die Arbeiter des Museums eine Reihe von Tätigkeiten durch. Es sind z.B. rettende archäologische Erforschungen und archäologische Aufsichten bei Erdarbeiten, bauhistorische Erforschungen in kirchlichen Sehenswürdigkeiten, Dokumentationen von jahrestäglichen Bräuchen, komplexe ornithologische Erforschungen im Naturreservat ſezabinec, ſezabinecká tůnÄ?, mineralogische Expeditionen in Alpgebiete, zoologische Expeditionen in exotische Länder, jährlich ca. drei Zehner Ausstellungen und eine gleiche Zahl an Vorlesungen zu denen oft prominente tschechische Wissenschaftler eingeladen werden. Das Museum veranstaltet jährlich eine vorweihnachtliche Börse von Mineralien, einen Sommercamp für Jugendliche – die Aktion "Acrocephalus" – Ringeln von Vögeln, Anteilnahme an der Goldwäscherei.
Den Forschern steht eine hochwertige regionale Bücherei mit einem Studierzimmer zur Verfügung.

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